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Essig - Das Beste aus der Frucht

Sei es der feinste italienische Salat, eine leckere Portion Calabrese oder eine köstliche Linsensuppe wie aus alten Kindheitstagen. Vielerlei Gerichte steigern ihren Geschmack durch einen hochwertigen Essig noch ungemein.

Doch wo kommt dieser köstliche, natürliche Geschmacksverstärker eigentlich her? und wie gewinnt man aus herkömmlichem Obst oder Wein einen wirklich hochwertigen Essig?

Geschichte des Essigs

Essig ist nahezu so alt wie die Menschheit selbst und entstand wie so viele Genussmittel, die wir noch heute zu uns nehmen, aus einem einfachen Missgeschick.

Ein alter Babylonier vergaß wahrscheinlich einmal einen Fruchtsaft in seiner dunklen Kammer und stellte zunächst mit Erschrecken fest, dass selbiger gegoren war. Dieses Missgeschick war für die damaligen Menschen zunächst ungenießbar. Allerdings änderte sich die Meinung schnell.

Es wurde nach und nach immer mehr und immer professioneller Essig produziert. Die Komponenten waren dabei vor allem Feigen, Wein und Gerste.

Die heutige Verwendung als Salatwürze war zur damaligen Zeit aber noch sehr exotisch. Essig war vielmehr ein Erfrischungsgetränk. Die Menschen mischten ihr Bier oder auch ihr Trinkwasser mit Essig. Für viele wurde das Trinkwasser durch den Essig sogar erst genießbar.

Im Mittelalter maß man dem Essig eine heilende Wirkung bei. Vor allem die noch heute bekannte Ordensschwester Hildegard von Bingen schwörte auf die Heilkräfte ihres Kräuteressigs.

In der Renaissance entdeckte man in Frankreich, dass ein hochwertiger Essig jeden Salat optimierte. Doch auch als Kühlschrankersatz diente Essig. Es wurde Gemüse, wie beispielsweise Gurken, in Essig eingelegt, um dieses für lange Zeit haltbar zu machen.

Die Herstellung - von der Frucht zum Essig

Heutzutage ist die Herstellung von Essig selbstredend kein Missgeschick mehr, sondern findet unter professionellsten Bedingungen statt. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Herstellung.

Das ursprüngliche Orleans-Verfahren

Das sogenannte Orleans-Verfahren ist die ursprünglichste Variante, um Essig herzustellen. Dabei wird die alkoholische Grundflüssigkeit, welche zumeist Wein oder Obstmost ist, mit Essigbakterien vermischt. Unter erhöhten Temperaturen kommt dann die Fermentation in Gange. Hat sich die alkoholische Substanz vollständig in Essig umgewandelt, wird dieser langsam abgelassen und vorzugsweise in Fässer abgefüllt. Dort gewinnt ein hochwertiger Essig durch einen langen Reifeprozess immer mehr an Aroma. Dieses Verfahren ist zwar das anspruchsvollste und für eine Fehlgärung anfälligste aller Verfahren, aber zugleich auch die natürlichste Möglichkeit einen Essig herzustellen. Ohne die Verwendung von synthetisch hergestellten Essigbakterien, sondern nur unter Zuhilfenahme von naturvergorenem Essig gelangt man hier zu einem köstlichen Ergebnis.

Heutige Verfahren der Herstellung

In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist ein Verfahren wie das oben genannte selbstverständlich für viele Produzenten zu zeitaufwendig. Aus diesem Grund haben sich auch andere Verfahren wie beispielsweise das sogenannte Spanbildnerverfahren entwickelt.

Die Grundidee eine alkoholische Flüssigkeit mit Essigbakterien zu versetzen ist auch hier gegeben. Allerdings bedient man sich der genialen Idee die Bakterien nicht nur in die Flüssigkeit zu spritzen, sondern zunächst auf verschiedene Spanplatten zu spritzen, um aufgrund der größeren Oberfläche der Holzstücke den Kontakt zwischen den Essigbakterien und dem Wein oder Obstmost zu erhöhen.

Hieraus resultiert eine enorme Zeitersparnis, die dafür sorgt, dass bereits nach einigen Tagen die Umwandlung des Alkohols zum Essig perfekt ist. Auch hier sorgt die anschließende Lagerung des Essigs dafür, dass er an Aroma gewinnt und immer geschmackvoller wird.

Die meisten Essighersteller schwören auf das sogenannte Submersverfahren. Hierbei werden die an einem Stab befindlichen Essigbakterien in den Wein getaucht. Durch permanente Bewegungen des eingetauchten Bakterienstabes in der Flüssigkeit entsteht der Essig bereits nach 24 Stunden. Diese Variante der Herstellung ist nicht nur die mit Abstand am schnellsten von statten gehende Möglichkeit, sondern daraus resultierend auch die wirtschaftlichste.

Möchte man die natürliche Farbe und den charakteristischen Geschmack des ursprünglichen Obstweines aufrecht erhalten, gibt es die Möglichkeit ein schonenderes Verfahren mit weniger Temperatur und langsameren Bewegungen des Essigstabes zu nutzen. Hierbei dauert die Herstellung zwar einige Tage an, doch das Ergebnis weist eine umso höhere Qualität auf und sollte deshalb von Feinschmeckern bevorzugt werden.

Es gibt viele Möglichkeiten aus einem köstlichen Obstwein einen umso leckereren Essig zu gewinnen. Voraussetzung sollte dabei aber nicht nur die Nutzung hochqualitativer Weine oder Obstsorten, sondern auch die Zuhilfenahme naturgegorener Essigbakterien sein, da diese ohne synthetische oder chemische Zusätze ein köstliches und naturbelassenes Produkt hervorbringen.

Die Essig-Vielfalt

Es gibt wenige Lebensmittel, die so vielfältig sind wie Essig. Die unterschiedlichen Arten reichen von Branntweinessig über Gemüseessig bis hin zu Obstessig. Die qualitativ hochwertigen Essigsorten erhält man hierbei beim Kauf eines Wein- oder Obstessigs.

Weinessig - Edle Tropfen für edlen Essig

Wie auch bei den normalen Weinsorten werden die Weinessigsorten nach ihren Grundprodukten eingeordnet. Folglich ist Weinessig nicht gleich Weinessig. Es gibt hierbei den populären, klassischen Weißweinessig, der in nahezu jeder Küche beheimatet ist und in keinem Salatdressing fehlen darf. Geschmacklich kann sich dieser zu einer Aromasensation entwickeln, wenn die Lagerung lange genug von statten ging.

Jedoch kann man, wie auch bei normalen weinhaltigen Getränken, tiefer in die Tasche greifen und zu einem Sherry- oder gar Champagneressig greifen. Diese verfeinern jedes Gericht und überzeugen durch ein ausgereiftes, unverkennbares Aroma.

Obstessig - Süß trifft sauer

Auch vergorenes Obst kann anstelle von Wein als Grundlage für einen leckeren Essig dienen. Charakteristisch ist im Vergleich zum Weinessig die feine Süße, die bei vielen Obstessigsorten mitschwingt. Dadurch lassen sich vor allem schwere, gut gewürzte Salate durch eine feine, fruchtige Note geschmacklich unterstützen und aromatisch aufwerten.

Die verschiedensten Obstsorten können als Grundzutat dienen. Sei es der klassische Apfelmost oder die fruchtige Birne zur Herstellung eines fruchtig, sauren Essigs oder die Zuhilfenahme von Erdbeeren oder Himbeeren für einen eher süßlichen Essig. Den Herstellern sind hierbei nahezu keine Grenzen mehr gesetzt. Inzwischen werden sogar exotische Sorten wie Bananen-Essig aus Kochbananen hergestellt.

Egal ob man sich für Wein- oder Obstessig entscheidet. Es sollte einem stets bewusst sein, dass die Qualität nicht zu kurz kommen sollte. Möchte man seinen Salat verfeinern und nicht in ein saures "Gemüsewirrwarr" verwandeln, ist es ratsam zu einem hochwertigen Essig zu greifen. Schließlich kostet das gewünschte Aroma viel Zeit und selbige ist bekanntermaßen Geld.

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