Spaghetti aglio, olio e peperoncino – das Originalrezept

Spaghetti, Knoblauch, Olivenöl, Peperoncino und Salz: Mehr sieht das Originalrezept der Accademia Italiana della Cucina für Spaghetti aglio, olio e peperoncino nicht vor.

Die Zutatenliste ist kurz. Umso wichtiger sind die Qualität der einzelnen Zutaten und die richtige Zubereitung. Der Knoblauch darf beim Braten nicht zu dunkel werden, die Spaghetti müssen noch al dente sein und das Olivenöl muss aromatisch und fruchtig sein, ohne das Gericht mit starker Bitterkeit zu überlagern.

Spaghetti aglio, olio e peperoncino – das Originalrezept

In aller Kürze: Spaghetti aglio, olio e peperoncino stammt aus Mittelitalien und ist ein Klassiker der italienischen Küche. Das Rezept besteht aus Spaghetti, Knoblauch, Olivenöl, Peperoncino und Salz.

Author
Essig & Öl Compagnie
Prep Time
10 minutes
Cook Time
10 minutes
Servings
4
Category

Abendessen

Cuisine

Italienisch

Ingredients

  • 400 g Spaghetti
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Peperoncino
  • 90 ml natives Olivenöl extra
  • Salz
  • Etwa 100 ml aufgefangenes Nudelkochwasser

Directions

  1. Die Knoblauchzehen schälen und mit einem Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden. Der Knoblauch darf nicht gepresst werden, damit er in der Pfanne nicht so schnell anbrennt. Den Peperoncino je nach gewünschter Schärfe in Ringe schneiden. Wenn Sie es weniger scharf mögen, können Sie die Kerne und die hellen Innenhäute entfernen.
  2. Geben Sie das Olivenöl in eine Pfanne. Knoblauch und Peperoncino in das noch nicht stark erhitzte Öl geben und alles langsam bei niedriger bis mittlerer Temperatur erwärmen. Bei hohen Temperaturen leiden die Aromen. Sobald der Knoblauch leicht goldgelb ist, die Temperatur reduzieren oder die Pfanne kurz von der Herdplatte ziehen.Der Knoblauch soll sein Aroma nach und nach an das Olivenöl abgeben. Er darf leicht goldgelb werden, sollte aber nicht dunkelbraun werden. Zu stark gebräunter Knoblauch macht das gesamte Gericht bitter. Gepresster Knoblauch ist daher für diese Zubereitung weniger geeignet. Durch die sehr kleinen Stücke und die große Oberfläche wird er wesentlich schneller dunkel. Knoblauchscheiben lassen sich kontrollierter garen.
  3. Die Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser garen. Als Faustregel gilt: 1 Liter Wasser pro 100 g Nudeln. Dadurch können sich die Nudeln im Topf frei bewegen, die Stärke verteilt sich optimal und sie kleben nicht zusammen. Gegen Ende der angegebenen Kochzeit sollte die Pasta regelmäßig probiert werden. Die Spaghetti sind richtig, wenn sie außen bereits weich sind, im Inneren aber noch einen deutlichen Widerstand besitzen. Ein harter oder mehliger Kern ist noch nicht al dente. Vollständig weich sollten die Nudeln zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht sein. Kurz vor dem Abgießen etwa 100 ml Nudelwasser auffangen.
  4. Die Spaghetti eine Minute vor dem endgültigen Garpunkt abgießen und direkt in die Pfanne mit Knoblauch, Peperoncino und Olivenöl geben. Die Pasta darf ruhig noch etwas nass sein. Zunächst drei bis vier Esslöffel Nudelwasser hinzufügen. Die Spaghetti bei mittlerer Temperatur gründlich mit dem Öl vermengen. Dazu können sie mit einer Zange durchgehoben oder direkt in der Pfanne geschwenkt werden. Falls die Pasta zu trocken wirkt, weiteres Nudelwasser esslöffelweise hinzugeben. Die Spaghetti sollen nicht in Flüssigkeit schwimmen. Ziel ist ein dünner, glänzender Film, der gleichmäßig an den Nudeln haftet. Sobald die Spaghetti al dente sind, die Pfanne vom Herd nehmen und das Gericht sofort servieren. Eventuell mit Meersalz abschmecken.
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Welches Olivenöl eignet sich für Spaghetti aglio, olio e peperoncino?

Das Olivenöl bildet gemeinsam mit Knoblauch, Peperoncino und Nudelwasser die Sauce. Deshalb sollte kein neutrales Bratöl verwendet werden, sondern ein gutes natives Olivenöl extra mit mediterranem, frischem Charakter.

Für dieses Rezept eignet sich ein harmonisches, leicht- bis mittel-fruchtiges Olivenöl mit zurückhaltender Bitterkeit. Das ist wichtig, denn ein sehr bitteres oder ausgesprochen kräftiges Olivenöl kann Knoblauch, Peperoncino und Pasta geschmacklich überlagern. Öle mit wenig Bitternoten können Sie bei uns filtern.

Wir verwenden zum Beispiel das leicht fruchtige Piepo Bio-Olivenöl von Tenute Librandi aus Kalabrien. Seine zurückhaltende Bitterkeit passt zu Spaghetti aglio, olio e peperoncino, bei denen das Olivenöl deutlich zu schmecken sein soll, die übrigen Zutaten aber nicht überdecken darf.

Das Olivenöl muss nicht stark erhitzt werden. Es reicht aus, Knoblauch und Peperoncino bei mäßiger Temperatur langsam darin zu garen. Das Öl darf zu keinem Zeitpunkt rauchen.

Zum Olivenöl

Frischer oder getrockneter Knoblauch – was ist besser?

Für Spaghetti aglio, olio e peperoncino eignet sich getrockneter Knoblauch besser. Sein Aroma ist in der Regel kräftiger und konzentrierter, sodass er das Gericht und das Olivenöl deutlich würzt.

Junger, frischer Knoblauch enthält mehr Wasser und schmeckt meist milder, saftiger und teilweise leicht süßlich. Er kann ebenfalls verwendet werden, das Ergebnis fällt jedoch geschmacklich zurückhaltender aus.

Warum die Qualität der Pasta wichtig ist

Bei einem Rezept mit so wenigen Zutaten beeinflusst natürlich auch die Qualität der Spaghetti das Ergebnis.

Geeignet ist Pasta mit einer leicht rauen, matten Oberfläche und einem festen Biss. An dieser Oberfläche haftet die würzige Sauce besser als an sehr glatten Spaghetti.

Eine raue Oberfläche entsteht, wenn die Pasta durch Bronzeformen gepresst wird. Entsprechende Produkte sind oft mit Begriffen wie „trafilata al bronzo“ gekennzeichnet.

Entscheidend ist außerdem, dass die Spaghetti beim Kochen ausreichend Stärke an das Wasser abgeben. Das stärkehaltige Nudelwasser verbindet sich beim Schwenken mit dem Olivenöl. So verteilt sich das Würzöl gleichmäßiger auf den Nudeln, statt sich am Boden der Pfanne zu sammeln.

Am besten eignen sich übrigens lange Nudelsorten wie Spaghetti oder Linguine

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Warum die Spaghetti nicht vollständig gekocht werden dürfen

Die Spaghetti werden nicht vollständig im Kochtopf gegart. Sie sollen ihre letzten ein bis zwei Minuten in der Pfanne verbringen, um sich dort mit der Sauce und etwas hinzugefügtem Nudelwasser zu verbinden.

Sind die Nudeln beim Abgießen bereits weich, garen sie durch die Hitze der Pfanne und das hinzugegebene Nudelwasser weiter. Dadurch verlieren sie schnell ihren Biss und nehmen die Sauce weniger gut auf.

Werden die Spaghetti dagegen kurz vor dem endgültigen Garpunkt abgegossen, können sie sich in der Pfanne mit dem aromatisierten Knoblauch-Olivenöl und dem stärkehaltigen Nudelwasser verbinden.

Warum Nudelwasser in das Rezept gehört

Im Kochwasser löst sich Stärke von der Oberfläche der Spaghetti. Diese Stärke hilft dabei, das Nudelwasser und das aromatisierte Olivenöl miteinander zu verbinden. So entsteht eine cremige Sauce, die an der Pasta haften bleibt.

Ohne Nudelwasser kann sich das Olivenöl am Pfannenboden sammeln, während die Spaghetti vergleichsweise trocken bleiben. Mit einigen Esslöffeln stärkehaltigem Wasser lässt sich das Öl gleichmäßiger auf den Nudeln verteilen.

Das Nudelwasser sollte deshalb erst gegen Ende der Kochzeit entnommen werden. Zu diesem Zeitpunkt enthält es mehr gelöste Stärke.

Die Spaghetti nach dem Abgießen nicht mit Wasser abspülen. Dadurch würde Stärke von ihrer Oberfläche entfernt.

Was nicht in das Originalrezept gehört

Die von der Accademia dokumentierte römische Fassung besteht aus:

  • Spaghetti
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Peperoncino
  • Salz

Petersilie, Parmesan, Pecorino, Butter oder Zitronensaft sind in dieser Zutatenliste nicht vorgesehen. Solche Ergänzungen können persönliche Varianten ergeben, gehören aber nicht zu dem Rezept, auf das wir uns hier beziehen.

Die häufigsten Fehler bei Spaghetti aglio, olio e peperoncino

Der Knoblauch wird zu heiß angebraten

Dunkelbrauner Knoblauch kann unangenehm bitter schmecken. Deshalb sollte er langsam bei niedriger bis mittlerer Temperatur gegart werden.

Der Knoblauch wird gepresst

Sehr fein zerkleinerter Knoblauch wird schneller dunkel als geschnittene Scheiben. Außerdem lässt sich sein Gargrad schlechter kontrollieren.

Die Spaghetti werden vollständig im Wasser gekocht

Die Nudeln garen anschließend noch in der Pfanne weiter. Beim Abgießen sollten sie deshalb noch etwas fester als das gewünschte Endergebnis sein.

Das Nudelwasser wird vollständig weggeschüttet

Einige Esslöffel stärkehaltiges Wasser helfen dabei, Olivenöl und Spaghetti miteinander zu verbinden.

Es wird sehr glatte Pasta verwendet

An sehr glatten Spaghetti haftet das Würzöl schlechter. Pasta mit leicht rauer Oberfläche verbindet sich gleichmäßiger mit Olivenöl und Nudelwasser.

Das Olivenöl ist zu bitter

Das Olivenöl soll deutlich schmeckbar sein. Ein sehr bitteres oder ausgesprochen kräftiges Öl kann die wenigen anderen Zutaten jedoch überlagern. Bei uns finden Sie Öle mit wenig Bitternoten hier