Pesto alla Genovese – das Originalrezept aus Ligurien
Urlaubsvergnügen für den Gaumen. Pesto alla Genovese gehört zu den beliebtesten Spezialitäten Liguriens. Die feine Basilikumsauce besteht traditionell aus aromatischem Basilikum, Knoblauch, Pinienkernen, Parmigiano Reggiano, Pecorino, grobem Meersalz und nativem Olivenöl extra. [1] Die Zutaten werden nicht erhitzt, sondern in einem Mörser langsam miteinander verrieben.
Voraussetzung für ein gutes Pesto sind Zutaten in guter Qualität. Das Basilikum soll frisch und aromatisch schmecken, der Knoblauch darf sich nicht in den Vordergrund drängen und das Olivenöl sollte mild genug sein, um die feinen Kräuteraromen nicht zu überdecken.

Pesto alla Genovese
Essig & Öl Compagnie
3
20 minutes
470
Italienisch
Pesto alla Genovese wird traditionell aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Parmigiano Reggiano, Pecorino und mildem Olivenöl im Mörser zubereitet. Besonders authentisch schmeckt es mit einem feinen Taggiasca-Olivenöl aus Ligurien und regionaler Trofie-Pasta.
Zutaten
1 mittelgroße Knoblauchzehe
75 g frisches Basilikum
40 g Pinienkerne
40 g Pecorino, fein gerieben
40 g Parmesan, fein gerieben
100 ml mildes natives Olivenöl extra
½ TL grobes Salz, gestrichen
Anleitung
Zupfen Sie vorzugsweise die kleinen Basilikumblätter vorsichtig von den Stielen.
Waschen Sie die Blätter kurz mit kaltem Wasser und lassen Sie sie vollständig auf einem Küchentuch trocknen.
Geben Sie zunächst einige Körner grobes Meersalz und die Knoblauchzehen in einen großen Mörser.
Zerreiben Sie den Knoblauch zu einer feinen Paste.
Fügen Sie jetzt in Portionen die kleinen Basilikumblätter hinzu und arbeiten Sie dabei mit kreisenden Bewegungen des Mörsers.
Geben Sie zwischendurch portionsweise die Pinienkerne dazu.
Sobald eine homogene grüne Masse entstanden ist, arbeiten Sie den fein geriebenen Pecorino und den Parmigiano Reggiano in das Pesto ein.
Lassen Sie anschließend das Olivenöl langsam einfließen, bis ein sämig-cremiges Pesto entsteht.
Verwenden Sie nur so viel Olivenöl, wie für die gewünschte Konsistenz notwendig ist. Das Pesto soll cremig und gut mit der Pasta vermischbar sein, aber nicht darin schwimmen.
Wenn es schnell und gut sein soll
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Favorita Pesto alla Genovese 130g
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Welches Olivenöl eignet sich für Pesto alla Genovese?
Für Pesto alla Genovese sollte ein leicht-fruchtiges natives Olivenöl extra verwendet werden. Ein sehr bitteres, scharfes oder intensiv-fruchtiges Olivenöl kann den Geschmack des Basilikums überlagern.
Besonders authentisch ist die Rezeptur mit einem Olivenöl aus Taggiasca-Oliven. Diese für Ligurien typische Sorte bringt feine, fast buttrige Öle mit zurückhaltender Bitterkeit, milder Schärfe hervor.
Wir verwenden für dieses Rezept das Ardoino Vallaurea aus 100 Prozent Taggiasca-Oliven. Es ist mild, elegant und feinfruchtig, sodass Basilikum, Pinienkerne und Käse geschmacklich im Mittelpunkt bleiben.
Wer Wert auf eine kontrollierte ligurische Herkunft legt, kann zusätzlich auf Öle mit kontrollierter Herkunfsangabe Riviera Ligure DOP achten. [2]
Welcher Basilikum gehört in das Rezept?
Für ein möglichst authentisches Pesto wird Basilico Genovese DOP verwendet. Seine kleinen, zarten Blätter besitzen ein besonders feines Basilikumaroma.
Verwenden Sie für das Pesto immer nur die Blätter und entfernen Sie die Stiele. Diese sind faseriger, lassen sich im Mörser schlecht verarbeiten. Auch geschmacklich tragen die Stiele wenig Positives bei.
Echter, ligurisches Basilikum ist außerhalb seiner Herkunftsregion meist schwer erhältlich. Selbstverständlich lässt sich aber auch mit gewöhnlichem frischem Basilikum ein Pesto zubereiten. Wählen Sie aber möglichst junge, kleine und zarte Blätter.
Frischer oder getrockneter Knoblauch?
Für Pesto alla Genovese werden frische Knoblauchzehen bevorzugt, da diese milder schmecken. Knoblauchpulver, Knoblauchgranulat oder getrocknete Knoblauchzehen gehören nicht in das traditionelle Rezept, der Knoblauch soll im Hintergrund wahrnehmbar sein und darf Basilikum und Käse nicht überlagern.
Hat sich im Inneren bereits ein grüner Keim gebildet, können Sie diesen entfernen. Älterer oder stark gekeimter Knoblauch schmeckt häufig schärfer und weniger ausgewogen.
Warum kommt grobes Meersalz in den Mörser?
Das grobe Meersalz wird bereits zu Beginn zusammen mit dem Knoblauch in den Mörser gegeben. Die größeren Salzkörner besitzen einen zusätzlichen Reibe-Effekt und Knoblauch und Basilikum lassen sich leichter zu einer feinen Paste verarbeiten.
Feines Salz würde sich zudem in der Feuchtigkeit der Zutaten schneller auflösen und hauptsächlich würzen.
Das Pesto würde damit zwar ebenfalls gelingen, traditionell wird jedoch grobes Meersalz verwendet. Auch das Consorzio di Tutela del Basilico Genovese D.O.P. nennt in seiner Rezeptur ausdrücklich einige Körner grobes Salz.
Dosieren Sie das Salz sparsam, denn Parmigiano Reggiano und gereifter Pecorino bringen ebenfalls Salz mit.
Welcher Parmesan eignet sich für Pesto?
Verwenden Sie echten Parmigiano Reggiano DOP und reiben Sie ihn am besten erst unmittelbar vor der Zubereitung fein. Bereits fertig geriebener Käse kann trockener sein und Aroma verlieren.
Für Pesto ist ein Parmigiano Reggiano mit etwa 24 Monaten Reifezeit besonders empfohlen. Er besitzt bereits ein würziges Aroma, bleibt aber mild genug, um Basilikum und Olivenöl nicht zu überdecken. Nach etwa 24 Monaten treten die typischen Eigenschaften des Parmigiano Reggiano besonders deutlich hervor. [3]
Welche Pasta passt zu Pesto alla Genovese?
Klassisch wird Pesto in Ligurien zu Trenette, Trofie oder Mandilli de Saea serviert. Mandilli de Saea bedeutet übersetzt „Seidentücher“ und bezeichnet besonders dünne, breite Nudelblätter. Wir verwenden für dieses Rezept unsere Trofie von Rustichella d’Abruzzo.
Mörser oder Mixer: Was ist besser?
Traditionell wird Pesto in einem großen Mörser aus Marmor mit einem Stößel aus Holz zubereitet. Durch die langsamen, kreisenden Bewegungen werden die Zutaten miteinander verrieben, ohne sie auffällig zu erwärmen.
Ein Mörser mit etwa 12 cm Durchmesser reicht in der Regel für 1-3 Portionen. Für 4-6 empfiehlt sich ein größerer Mörser mit ungefähr 15 cm Durchmesser.
Ein elektrischer Mixer zerkleinert die Blätter sehr schnell. Dabei kann Wärme entstehen, durch die das Basilikum dunkler wird und weniger frisch schmeckt.
Soll dennoch ein Mixer verwendet werden, sollten die Zutaten gut gekühlt sein bevor sie in den Mixer kommen. Arbeiten Sie nur mit kurzen Impulsen und geben Sie das Olivenöl erst zum Schluss dazu.
Die häufigsten Fragen zu einem Pesto alla Genovese
Kann ich Pesto alla Genovese erhitzen?
Pesto Genovese sollte möglichst nicht stark erhitzt oder mitgekocht werden. Hitze kann das frische Aroma des Basilikums verändern und das Pesto dunkler sowie geschmacklich herber machen.
Am besten verrühren Sie das Pesto mit etwas warmem Nudelwasser und mischen es anschließend unter die frisch abgegossene Pasta. So wird es cremig, ohne dass die empfindlichen Aromen unnötig leiden.
Warum wird mein Pesto dunkel?
Basilikum wird dunkel, wenn die Blätter beschädigt werden und längere Zeit mit Sauerstoff in Kontakt kommen. Trocknen Sie die Blätter sorgfältig, verarbeiten Sie sie zügig und vermeiden Sie beim Mixen starke Wärme. Verbrauchen Sie das fertige Pesto möglichst sofort.
Kann ich Walnüsse statt Pinienkernen verwenden?
Walnüsse können geschmacklich funktionieren, gehören aber nicht in das klassische Pesto alla Genovese. Traditionell werden Pinienkerne verwendet.
Werden die Pinienkerne vorher angeröstet?
Nein. Die Pinienkerne werden naturbelassen verarbeitet. Geröstete Kerne würden dem Pesto ein deutlich kräftigeres Röstaroma verleihen.
Kann ich Grana Padano statt Parmigiano Reggiano verwenden?
Grana Padano kann grundsätzlich verwendet werden. Für diese Original-Rezeptfassung empfehlen wir jedoch Parmigiano Reggiano.
Kann ich den Pecorino weglassen?
Ja, das Pesto schmeckt dann jedoch milder und weniger würzig. Für ein traditionell ausgerichtetes Pesto sollte gereifter Pecorino verwendet werden.
Wie bewahre ich selbst gemachtes Pesto auf?
Füllen Sie das Pesto in ein sauberes Glas, bedecken Sie die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Olivenöl und stellen Sie es sofort in den Kühlschrank. Entnehmen Sie es immer mit einem sauberen Löffel und verbrauchen Sie es möglichst zeitnah. Da die Blätter mit der Zeit oxidieren und sich dunkel färben.
Kann man Pesto einfrieren?
Ja. Pesto lässt sich portionsweise einfrieren. Befüllen Sie die Behälter maximal bis 4/5, da sich das Pesto beim Einfrieren ausdehnt.
Nach dem Auftauen sollte es nur vorsichtig umgerührt und nicht stark erhitzt werden.
Quellen:
[1] Consorzio di Tutela del Basilico Genovese D.O.P.
„La ricetta tradizionale“ – traditionelle Zutaten und Zubereitung von Pesto Genovese.
https://gest-aut.basilicogenovese.it/it/scheda-news/3/la-ricetta-tradizionale.html
[2] Consorzio di Tutela dell’Olio Extravergine di Oliva DOP Riviera Ligure
„Le cultivar“ und „Taggiasca = DOP?“ – Informationen zur Taggiasca-Olive und zur geschützten ligurischen Herkunft.
https://www.oliorivieraligure.it/le-cultivar/
https://www.oliorivieraligure.it/news/taggiasca-vs-dop/
[3] Consorzio del Formaggio Parmigiano Reggiano
„Analisi sensoriale“ – Entwicklung von Geschmack und Konsistenz bei unterschiedlichen Reifezeiten.
https://www.parmigianoreggiano.com/it/prodotto-guida-analisi-sensoriale
Der Autor
Ich bin Bastian und seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit hochwertigem Essig, Öl, Feinkostspezialitäten und den geschmacklichen Unterschieden der einzelnen Produkte. Auch privat liebe ich es, mediterran zu kochen – natürlich mit gutem Olivenöl. In meiner Küche stehen immer verschiedene Olivenöle und Essige griffbereit, um das Beste für unseren Gaumen herauszukitzeln.
Mich begeistert vor allem die italienische Küche, die von ihrer Einfachheit und der Qualität guter Zutaten lebt und so viele Genießer auf der ganzen Welt glücklich macht.