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10 Dinge die Sie über Olivenöl wissen sollten

10 Dinge die Sie über Olivenöl wissen sollten

Der römische Schriftsteller Lucius Columella nannte den Ölbaum den König der Bäume und der amerikanische Poet Willis Barnstone schrieb zu seiner Zeit, die Olive wäre das fünfte Element, neben Erde, Wasser, Feuer und Luft. Schon früh erkannten die Menschen, welch wertvolle Frucht die Olive ist und welch fantastische Wirkung hochwertiges Olivenöl hat. Lesen Sie jetzt über 10 Dinge, die Sie über Olivenöl wissen sollten.  

1. Kann man Olivenöl zum Braten verwenden?

Grundsätzlich eignet sich Olivenöl gut zum Braten und Kochen. Der frische Geschmack des Öls verfeinert nahezu jede Speise, besonders gut eignet sich das Öl zum Braten von Fisch, Fleisch und Gemüse. Hierbei muss man jedoch zwischen gefiltertem und ungefiltertem Olivenöl unterscheiden. Gefiltertes Olivenöl ist klar und ist ein klein wenig schärfer und herber im Geschmack. Ungefiltertes Olivenöl dagegen ist naturtrüb und schmeckt etwas milder. Ob sich ein Öl zum Braten eignet oder nicht, hängt grundsätzlich vom Rauchpunkt des Öls ab. Bei gefiltertem Olivenöl ist dieser relativ hoch und liegt bei 180 Grad Celsius, ungefiltertes Olivenöl besitzt aufgrund der vielen Schwebstoffe einen niedrigeren Rauchpunkt von 130 Grad Celsius. Daher lässt sich sagen, dass klares, gefiltertes Olivenöl gut zum Braten geeignet ist, naturtrübes Olivenöl sollte man aber besser nur für Rohkost verwenden oder man gibt das Öl erst nach dem Braten über Gemüse, Fisch und Co. Wichtig: Fängt das Öl in der Pfanne an zu rauchen, ist die Temperatur zu hoch!

2. Wie lagere ich mein Olivenöl?

Olivenöl sollte man am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort lagern. Temperaturen von 10 bis 16 Grad Celsius sind hierbei ideal. Die Ölflasche muss immer gut verschlossen werden, denn einige Bestandteile des Öls können mit dem Sauerstoff aus der Luft oxidieren. Auch UV Licht wirkt sich nicht vorteilhaft auf Olivenöl aus, da es Alterungsprozesse im Öl beschleunigen kann. Direkte Sonneneinstrahlung gilt es daher zu vermeiden. Doch keine Angst, wenn Sie ihr Olivenöl kühl, licht- und luftgeschützt lagern, so ist es durchaus mehrere Jahre haltbar.  

3. Wie lange darf das Öl verwendet werden, nachdem es geöffnet wurde?

Grundsätzlich gilt: Je hochwertiger das Öl, desto länger bleibt es geschmacklich stabil. Bei minderwertigen Olivenölen kann es vorkommen, dass sie schon nach wenigen Monaten schlecht schmecken und leicht ranzig werden. Hochwertige Öle dagegen können im Laufe der Zeit höchstens ein klein wenig milder werden. Wenn Sie ein sehr hochwertiges Olivenöl zu Hause haben, so können Sie es nach Öffnen für mindestens ein Jahr lang genießen, ohne, dass Sie geschmackliche Einbußen zu befürchten haben. Vorausgesetzt natürlich, das Öl wird richtig gelagert.

4. Sollte man immer ein kaltgepresstes Olivenöl verwenden?

Die klare Antwort lautet Ja. Kaltgepresstes Olivenöl wird rein mechanisch, ohne große Hitzeeinwirkung und ohne Chemie gewonnen. Die Ausbeute bei der mechanischen Kaltpressung ist viel geringer als bei einer Pressung, bei der Hitze oder Chemie zu Hilfe genommen wird, doch die um ein vielfaches höhere Qualität macht das wieder wett. Kaltgepresstes Olivenöl hat außerdem viele Vorteile für Ihre Gesundheit. Es enthält sogenannte Phytosterine, die Herz und Gefäße schützen. Auch der hohe Gehalt an Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Nur Olivenöl, das kalt gepresst wurde, ist eine echte traditionelle und authentische Spezialität. Geben Sie sich also nicht mit minderwertigem Olivenöl zufrieden, sondern verlangen Sie beste Qualität für Ihre Gesundheit und den besten Geschmack. 

5. Warum ist Olivenöl manchmal scharf und/oder bitter?

Wenn Olivenöle von professionellen Testern verkostet werden, so testet der Prüfer das Verhältnis der drei positiven Attribute. Diese sind bitter, fruchtig und scharf. Wenn das Öl also bitter oder scharf schmeckt, ist dies kein Merkmal für mangelhafte Qualität. Olivenöl hat oft dann einen stärker ausgeprägten, bitteren Geschmack, wenn es aus unreifen, grünen Oliven gepresst wurde. Dies ist jedoch ebenfalls kein negatives Qualitätsmerkmal, sondern weist lediglich auf einen höheren Gehalt an phenolischen Verbindungen, wie Oleuropein hin. Diese Verbindungen sind die natürlichen Bitter-Quellen der Oliven. Die Schärfe des Olivenöls kommt von den, für unsere Gesundheit so wichtigen, natürlichen Antioxidantien, den Polyphenolen. Hochwertiges Olivenöl darf niemals schal und langweilig schmecken, es muss fruchtig sein und ein klein wenig scharf und bitter.

6. Ist Olivenöl gesund?

Ob Olivenöl gesund ist oder nicht, hängt in erster Linie von der Qualität des Öls ab. Wer hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl verwendet, tut seiner Gesundheit damit in jedem Fall etwas Gutes. Olivenöl enthält äußerst wenig Cholesterin, dafür aber einen vergleichsweise hohen Anteil an antioxidativ wirksamem Vitamin E. Olivenöl kann Blutdruck und Cholesterinspiegel senken und soll sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken. Auch die Risiken für Herzerkrankungen und Arteriosklerose sind in Regionen mit einem hohen Verbrauch an Olivenöl vergleichsweise gering. 

7. Welche Fettsäuren besitzt Olivenöl?

Olivenöl besteht bis zu 98% aus Triglyceriden. Dies sind die Hauptbestandteile aller natürlichen Fette. Chemisch gesehen bestehen Triglyceride aus einem Teil Glycerin und drei daran gebundenen Fettsäuren. Olivenöl hat zwar keinen besonders hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren, dennoch ist es ein sehr gesundes Pflanzenöl. In Olivenöl findet man einen hohen Anteil an Ölsäure, dies ist eine Omega 9 Fettsäure, die das Herz-Kreislauf System stärken und den Cholesterinspiegel normalisieren kann. Der Ölsäuregehalt im Olivenöl liegt bei 55% bis 83%. Außerdem enthält Olivenöl die gesättigte Palmitinsäure und die doppelt ungesättigte Linolsäure. Zum Vergleich: Butter enthält beispielsweise etwas mehr Omega 3 Fettsäuren, aber auch viel mehr gesättigte Fettsäuren, was sich negativ auf die Herzgesundheit auswirken kann.

10. Wie viele Kalorien hat Olivenöl?

100 ml Olivenöl haben ca. 820 Kilokalorien, wobei der Fettgehalt bei durchschnittlich 91 Prozent liegt. Ein Esslöffel Olivenöl (~10 ml) hat ca. 82 Kalorien und 9,1 g Fett. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass es sich bei Olivenöl, vorausgesetzt man wählt ein kaltgepresstes Öl hochwertiger Qualität, um gesundes Fett handelt. Die zahlreichen wertvollen ungesättigten Fettsäuren sind außerordentlich wichtig für die Gesundheit und es wäre falsch, auf dieses wertvolle Öl zu verzichten, nur um Kalorien zu sparen. 

9. Deutschland ist "Olivenölmuffel"

Deutschland liegt im Vergleich zu klassischen Olivenanbaugebieten wie Spanien, Italien und Griechenland weit zurück. Denn während man hierzulande gerade mal ca. 0,9 Liter pro Jahr konsomumiert, liegt der durchschnittliche Pro Kopf Verbrauch in Italien bei ca. 10 Liter pro Jahr, in Spanien bei ca. 11 Liter und in Griechenland sogar bei ca. 13 Liter! Dies beruht natürlich nicht zuletzt auf der jeweiligen landestypischen Küche und der hohen Verfügbarkeit von Olivenöl in den Anbauländern. Ist aber wahrscheinlich auch ein Grund, warum in Mittelmeerländern weniger Herz-Kreislauferkrankungen auftreten.

10. Olivenöl aus Italien muss nicht von italienischen Oliven stammen?

Weltweit werden jedes Jahr bis zu 3 Millionen Tonnen Olivenöl produziert. In der heutigen Zeit wird über ein Drittel der weltweiten Jahresproduktion in Spanien hergestellt. Damit ist Spanien mit Abstand der größte Olivenölproduzent weltweit. Danach kommt Italien, dicht gefolgt von Griechenland. Apropos Italien... es ist bemerkenswert, dass der Olivenanbau in Italien bei weitem nicht mal die italienische Inlandsnachfrage nach Olivenöl decken kann. Das bedeutet, dass angeblich italienisches Olivenöl zu einem großen Teil aus Drittländern wie z.B. Spanien oder Tunesien stammt. Die italienische Aufmachung lässt dann vermuten, dass das Olivenöl aus Italien stammt. Doch Fehlanzeige! Wer sicher sein möchte, auch wirklich italienisches Olivenöl in den Einkaufkorb zu legen, sollte auf die Bezeichnung „100% Italiano“ oder „DOP“ auf dem Etikett achten. Denn hier ist garantiert, dass die Oliven aus Italien oder einer bestimmten italienischen Region stammen.



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